Proceq ZWW 2100 - 2104 Nassfilmprüfräder
Start / Produkte / Nassfilmdicken-Messgeräte / Proceq ZWW 2100–2104 Nassfilmprüfräder

Proceq ZWW 2100–2104 – Nassfilmprüfräder
Kategorie: Nassfilmdicken-Messgeräte
Hersteller: Proceq / Zehntner
Artikelnummern: 43030200–43030204 / ZWW 2100–2104
Einsatzbereich:
Die Proceq ZWW 2100–2104 Nassfilmprüfräder dienen zur schnellen Bestimmung der Nassfilmdicke unmittelbar nach der Applikation. Sie eignen sich für Farben, Lacke, Beschichtungsstoffe und ähnliche Materialien und können in Labor, Qualitätssicherung, Wareneingang und Produktion eingesetzt werden.
Nassfilmdicke direkt nach dem Auftrag kontrollieren
Die Kontrolle der Nassfilmdicke ermöglicht eine unmittelbare Beurteilung des Filmauftrags, bevor die Beschichtung trocknet oder aushärtet. Dadurch lassen sich Abweichungen frühzeitig erkennen und Prozessparameter, Materialverbrauch sowie die zu erwartende Trockenfilmdicke besser kontrollieren.
- Schnelle Messung direkt auf der frisch applizierten Beschichtung
- Einfaches mechanisches Messprinzip ohne Stromversorgung
- Fünf Messbereiche von 0–25 bis 0–500 µm
- Abgestufte Auflösungen passend zum jeweiligen Messbereich
- Kompakte und robuste Ausführung für Labor und Produktion
- Unmittelbare Prozesskontrolle nach der Applikation
Messprinzip
Das Nassfilmprüfrad besitzt drei umlaufende Ringe. Die beiden äußeren Ringe bilden die Referenzflächen, während der mittlere Messring exzentrisch ausgeführt ist. Beim Rollen durch den frischen Film wird der Bereich ermittelt, an dem der mittlere Ring gerade noch benetzt beziehungsweise nicht mehr benetzt wird. Daraus ergibt sich die Nassfilmdicke.
Typische Anwendungen
- Qualitätskontrolle frisch applizierter Beschichtungen
- Überwachung von Beschichtungs- und Lackierprozessen
- Kontrolle des Materialauftrags in der Produktion
- Vergleichsmessungen in Forschung und Entwicklung
- Wareneingangs- und Prozessprüfungen
- Abschätzung der späteren Trockenfilmdicke
Geeignete Beschichtungsmaterialien
- Farben und Lacke
- Grundierungen
- flüssige Beschichtungsstoffe
- Klebstoffe
- Harze und ähnliche Materialien
- weitere frisch applizierte, noch fließfähige Filme
Hinweis: Die Messung muss unmittelbar nach der Applikation erfolgen, solange die Beschichtung noch ausreichend flüssig ist.
Handhabung
- Geeigneten Messbereich für die erwartete Nassfilmdicke auswählen.
- Beschichtung unmittelbar nach der Applikation prüfen.
- Nassfilmprüfrad senkrecht auf die beschichtete Oberfläche aufsetzen.
- Rad mit gleichmäßiger Bewegung durch den frischen Film rollen.
- Prüfrad von der Oberfläche abheben.
- Benetzte und unbenetzte Skalenbereiche am mittleren Ring bestimmen.
- Nassfilmdicke im Übergangsbereich ablesen.
- Prüfrad unmittelbar nach der Messung sorgfältig reinigen.
Hinweise für reproduzierbare Messungen
- Messung unmittelbar nach dem Filmauftrag durchführen
- Prüfrad senkrecht und ohne zusätzlichen Druck führen
- eine ausreichend ebene Messfläche verwenden
- mehrere Messungen an unterschiedlichen Stellen durchführen
- Messstelle nicht für weitere Oberflächenprüfungen verwenden
- Beschichtungsreste nach jeder Messung vollständig entfernen
Varianten der Proceq ZWW 2100–2104 Nassfilmprüfräder
Die fünf Ausführungen unterscheiden sich durch Messbereich und Skalenauflösung. Für eine möglichst genaue Ablesung sollte der Messbereich so eng wie möglich an die erwartete Nassfilmdicke angepasst werden.
- 43030200 / ZWW 2100.25: Messbereich 0–25 µm, Auflösung 1 µm
- 43030201 / ZWW 2101.50: Messbereich 0–50 µm, Auflösung 2 µm
- 43030202 / ZWW 2102.125: Messbereich 0–125 µm, Auflösung 5 µm
- 43030203 / ZWW 2103.250: Messbereich 0–250 µm, Auflösung 10 µm
- 43030204 / ZWW 2104.500: Messbereich 0–500 µm, Auflösung 20 µm
Auswahl des passenden Messbereichs
Die geeignete Ausführung richtet sich nach der erwarteten Nassfilmdicke und der benötigten Ablesegenauigkeit.
- Erwartete Nassfilmdicke: Messbereich muss den zu erwartenden Wert vollständig abdecken
- Auflösung: für feine Filme möglichst kleinen Messbereich wählen
- Beschichtungsverfahren: typischen Materialauftrag des Prozesses berücksichtigen
- Material: Verlauf und Viskosität beeinflussen die Messbarkeit
- Prozessstreuung: ausreichende Reserve oberhalb des Zielwerts einplanen
Nassfilm- und Trockenfilmdicke
Die gemessene Nassfilmdicke kann zur Abschätzung der späteren Trockenfilmdicke verwendet werden. Dafür müssen unter anderem Festkörpergehalt, Verdunstungsverhalten und mögliche Volumenänderungen des Beschichtungsmaterials berücksichtigt werden.

